"the chief enemy of creativity is good taste"

 

  

 Britta Kristina Schreiber      

   Regisseurin              

   Mail:         mail@brittaschreiber.de 

   Telefon:    0176 - 61 61 75 99  


#AKTUELL

Landestheater Schwaben, Memmingen

Zu jung zu alt zu deutsch

Dirk Laucke

Premiere 04. Februar 2012 

Katharina Puchner (Gitte), Michaela Fent (Sascha), Elisabeth Veit (Lydia), Matthias Tuzar (Jens), Matthias Wagner (Roy)  - Probenfotos HP2:

 


Deutsche Bühne Ungarn, Szekszard

Leonce & Lena

Georg Büchner

Klassenzimmertheater für Oberstufen

Premiere 13. Oktober 2011   (Termine unter: www.dbu.hu)

                                                             (Valerio: Matthias Patzelt / Leonce: Dániel Solymár / Lena: Alica Weirauch)

 

Leonce & Lena“ sowie ihr Diener Valerio zu Gast am PSG

Keine leichte Kost schien die Schülerinnen und Schüler der 13. Klassen des zweisprachigen Zweiges des Petöfi-Sándor-Gymnasiums an diesem Mittwoch, den 9. November 2011, zu erwarten. „Leonce & Lena“, eine 1836 verfasste Komödie des 1813 geborenen Autors Georg Büchner, war von der Deutschen Bühne Ungarn aus Szekszárd angekündigt. Langweilig schien es auch noch zu sein, dieses Wort hatten die Schauspieler vorsichtshalber schon mal an das White-Board geschrieben. Und in der Tat: zu dem Song „No Fun“, vorgetragen in einer akustischen Version des schwedischen Duos Hederos & Hellberg, langweilten sich die drei Schauspieler demonstrativ vor den über 70 Schülern und Lehrern. Als der Song endlich zu Ende war und alle auf ein bisschen Action hofften, drückte der gelangweilte Prinz Leonce vom Königreich Popo, dargestellt von Dániel Solymár, auf die Repeat-Taste und es ging wieder von vorne los. Schon dachten alle, dass das einstündige Stück wohl im Wesentlichen mit unterkühlter Musik und Gähnen bestritten werden sollte, als zum Glück der Diener Valerio, der von Matthias Patzelt gespielt wurde, endlich die Initiative ergriff und die Stopp-Taste drückte. Und dann ging es richtig los.

In dem Bemühen, ihre Langeweile zu überwinden, schossen die beiden Schauspieler ein irrwitziges Feuerwerk abstruser Ideen und Dialoge ab, unterstützt von expressiver Mimik und Gestik. Falls die Zuschauer aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse die eine oder andere Replik vielleicht auch nicht verstanden haben, so war die Gesamtwirkung jedoch überwältigend und die Lacherfolge sicher. Der eine oder die andere verblüffte Zuschauer/in fand sich auch zum Vergnügen der übrigen plötzlich in das Stück einbezogen, ehe er oder sie so richtig wusste, wie ihm oder ihr geschah.

Der Inhalt des Stücks, der durchaus politische Anspielungen auf Absolutismus und deutsche Kleinstaaterei enthält, war dabei für die Zuschauer sicher weniger wichtig als die rasanten Dialoge und Aktionen. Gekürzt und angemessen modernisiert war die Komödie so in keinster Weise schwer verdaulich oder langweilig. Leonce, der seinen verfressenen Diener Valerio mit dem Versprechen auf Pizza nach Italien lockt um seiner Verheiratung mit der ihm unbekannten Prinzessin Lena vom Königreich Pipi zu entgehen, trifft genau dort auf die leicht verwirrte Lena, gespielt von Alica Weirauch. Natürlich verliebt er sich in die Unbekannte und in einer parodistischen Heiratszeremonie werden die beiden von dem auch des Lateinischen mächtigen Diener getraut. Dabei hatten die Zuschauer wieder eine tragende Rolle, indem sie am Ende der Zeremonie in zwei Gruppen jeweils „Vi-„ und „-vat“ rufen durften. Das hatten sie schließlich vorher mithilfe Valerios mühsam eingeübt.

Das Stück geht gut aus, wie es sich für eine Komödie gehört. Prinz Leonce übernimmt zusammen mit Lena das Mini-Königreich seines Vaters, der sich in Zukunft angeblich nur noch dem Denken widmen will. In einem kleinen Monolog kündigt Leonce schnell noch ein paar Veränderungen an, es geht um das Lächerlichmachen von Macht, Etiketten und Militär.

Inwieweit die Schülerinnen und Schüler der 13. Klassen diese Botschaft mitbekommen haben, lässt sich schwer beurteilen. Dass sie Spaß und keine Langeweile gehabt haben, ging aber aus den Reaktionen während der Aufführung und dem Schlussapplaus hervor. Den hatten sich die drei Schauspieler durch ihre mitreißende Darstellung wohl verdient. Nur schade, dass nicht mehr Schüler unserer Schule in den Genuss dieser wirklich gelungenen Aufführung der Deutschen Bühne Ungarn kommen konnten. Aber vielleicht gibt es ja eine Wiederholung?

Wolfgang Marek, Mezöberény November 2011

 


#VITA

Britta Schreiber wurde im Januar 1966 in München geboren. Gelebt hat sie dort nur kurz, geblieben ist die Liebe zu Bergen, Bier und groben Sprüchen. Nach drei außerordentlich glücklichen ersten Jahren in Kenia mit weitem Horizont und bunten Tieren überspringen wir Kindheit und Jugend in einem südhessischen Dorf, dessen Name ihr sowieso entfallen ist.
Nach diversen mehr oder weniger lehrreichen Jahren hinter Tresen und in Hörsälen der mathematischen Fakultät nahm sie 1996 eine neue berufliche Herausforderung zur Studienfinanzierung an: Einlassdame am örtlichen Theater. Bislang eher Kinogängerin, saß sie plötzlich dauernd im Theater und war schnell verliebt. Sie schmiss das Studium,  hospitierte, assistierte, erst Darmstadt, dann Mannheim, Krefeld und Heilbronn. Schließlich ging sie 1998 an die Baracke in Berlin, war dort ein Jahr lang Thomas Ostermeiers Assistentin und blieb anschließend als Regieassistentin bis 2001 am Deutschen Theater, arbeitete mit unterschiedlichen Regisseuren wie Jürgen Gosch, Lore Stefanek und Johanna Schall und war zeitweise Produktionsleiterin der Kammerspiele. Hauptsächlich aber assistierte sie Thomas Langhoff, den sie auch nach der DT-Zeit noch mehrfach an andere Theater (Residenztheater  München, Berliner Ensemble) begleitete.
Seit 2002 arbeitet sie als freie Regisseurin, Dramaturgin und Schauspielcoach.


Britta Schreiber lebt mit Hund in Berlin.    

 


#REGIE

 

2011

Nouveaux Auteurs Festival, Thalia-Theater Halle

Suzanne Lebeau | Das Geräusch knackender Knochen
Lesung mit dem Ensemble des Thalia Theaters, Übersetzung Frank Heibert, Regie Britta Schreiber.

Am 07. Mai 2011 um 20:00.

 

Landestheater Schwaben, Memmingen

Der kaukasische Kreidekreis

Bertolt Brecht

Premiere Januar 2011

 

2010

Deutsches Theater Ungarn Szekszárd 

MIRANDOLINA

Ein dreisprachiges Theaterprojekt in Deutsch, Rumänisch und Ungarisch sehr frei nach Carlo Goldoni

Vorstellungstermine siehe www.dbu.hu

Premiere 21. September 2010

 

 

Thalia-Theater Halle

DAS IST WIE FLASH GORDON AM ANFANG

Lese-Performance mit: Mille Dalsgaard, Christina Papst, Melina v. Gagern,  Harald Höbinger, Anne Erhardt

Wortbesessen - im wahrsten Sinne des Wortes - nimmt Claire Rengade das Sprechen des Schauspielers unter die Lupe. Ein Theater der Direktheit, eine „theatralisch-festive Untersuchung des Wortes am Schauspieler selbst: ein Text ohne Bühnenfigur/-charakter und ohne Bühne..."
Aus dem Französischen von Frank Weigand

Samstag, 08. Mai 2010, 18.00 Uhr Probebühne II

2009
Lotzer. Eine Revolution - Szenische Lesung, Autorentage Vereinigte Bühnen Bozen

 

2008
Lotzer. Eine Revolution - UA, Margarethe Obexer, Landestheater Memmingen, Großes Haus. Premiere 26.
September 2008
Heimspiel - Ulf Schmidt, UA, Zimmertheater Tübingen, Premiere 9.Mai 2008
Nachtblind - Darja Stocker, Landestheater Memmingen, Premiere 12.Januar 2008

2007
Der Hässliche - Marius v. Mayenburg, Bayerisches Staatsschauspiel München, Marstall
U.S.Amok -Marc Becker, Staatstheater Braunschweig, Premiere 29.November 2007

2006
Der Schrei der Rumba - Andreas Marber. UA, Theater Osnabrück.
Der Diener zweier Herren - Carlo Goldoni, Landestheater Schwaben (Memmingen), Großes Haus.
Nibelungen-Wohnpark - Janos Kersey,
Ich war nie in Bagdad - Lesungen & Übersetzerworkshop Biennale Wiesbaden / ITI-Berlin
Norway.Today - Igor Bauersima, (Regie, Ausstattung), Kammerspiele Theater Heilbronn.

2005
Die Übergangsgesellschaft - Volker Braun, Reihe „40 Jahre DDR“, Gorki-Studio Berlin
Die 7 Tage des Simon Labrosse - Carole Frechètte, DSE, Gorki-Studio Berlin
Die Hölderlin-Connection - Hölderlin, Bayer-Kulturstiftung, Leverkusen.
Shining City - Conor McPherson, DSE, Theater Osnabrück
Hysterikon - Ingrid Lausund, Komödie Theater Augsburg.
Bayerisches Theatertreffen 2006

2004
Geschlossene Gesellschaft - J.P. Sartre, Komödie Theater Augburg
Werther - (Regie, Fassung, Ausstattung) Monolog nach Goethe, Komödie Theater Heilbronn.
2005 Badisches Theatertreffen,
Gastspiele: Metropol-Theater München, 2006 LTT Tübingen

2003
Kampf. Landschaft danach - Carles Batlle, LKW/Hoffmannkeller Theater Augsburg. Sonderpreis für Regie

2002
Die Nacht kurz vor den Wäldern - Bernard-Marie Koltès, Werkraum DT-Berlin

 


#MEHR THEATER

 

Schauspielcoach und Dramaturgie 

Opferpopp II.

Theaterprojekt mit Jugendlichen

Skala Leipzig

Regie Mirko Borscht, Premiere 12.Januar 2009

 

 

Mitarbeit Projektentwicklung, Dramaturgie

Opferpopp

Theaterprojekt mit Jugendlichen

Thalia Theater Halle

Regie: Mirko Borscht (2007)

 


#FILM

 

Drehbuchmitarbeit, Produktionsleitung

Bastard

Kurzfilm, Regie: Mirko Borscht (2002)

Drehbuchmitarbeit, Schauspielcoach

Kombat sechzehn

Spielfilm, Regie: Mirko Borscht (2004)

 

 

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